Dresscodes klingen manchmal wie ein Geheimnis, das nur Modeexperten entschlüsseln können. Wer schon einmal ratlos vor einer Einladung mit der Aufschrift „Dresscode: Smart Casual“ gestanden hat, weiss, wie verwirrend diese modischen Vorschriften manchmal wirken können. Dabei steckt hinter diesen Kleidervorschriften meist gar nicht so viel Rätselhaftes. Stattdessen geben Dresscodes klare Hinweise darauf, wie Menschen sich in bestimmten Situationen kleiden sollten – und zwar ganz ohne Kopfzerbrechen.
Zudem verändert sich die Modewelt gerade deutlich, denn Home Office, Netflix-Abende und digitale Freizeitangebote machen Jogginghose und Hoodie attraktiver als je zuvor. Gemütlichkeit hat Konjunktur. Unbequeme Schnitte und steife Hemdkragen verschwinden immer häufiger aus dem Alltag.
Andererseits machen elegante Events mehr denn je Spass – gerade weil sie eine willkommene Abwechslung zum bequemen Alltag darstellen. Aber wie genau unterscheiden sich nun diese verschiedenen Dresscodes voneinander?
Was steckt hinter Begriffen wie Business Casual, Smart Casual oder Black Tie?
Wer das Büro betritt und plötzlich feststellt, dass alle Kolleginnen und Kollegen heute irgendwie entspannter wirken, hat möglicherweise den Dresscode „Business Casual“ erwischt. Dieser halb-formelle Stil kombiniert Professionalität mit einer Portion Lockerheit.
Männer greifen zu Chino-Hosen, hochwertigen Hemden oder Pullovern – ohne die ungeliebte Krawatte. Frauen tragen Blusen oder elegante Stoffhosen, vielleicht auch mal ein schickes Kleid. Besonders häufig begegnet dieser Dresscode im modernen Büroalltag oder bei ungezwungenen Netzwerktreffen.
Ein bisschen schicker wird es bei „Smart Casual“. Dieser Dresscode wirkt frisch und modern – schick, ohne zu streng zu sein. Männer kombinieren hier gern dunkle Jeans oder Chinos mit einem schönen Polo-Shirt oder einem lässigen Sakko. Frauen zeigen sich im modischen Kleid, einem eleganten Jumpsuit oder Jeans mit hochwertiger Bluse. Ob bei einem Geburtstag, einem lockeren Business-Treffen oder einer kulturellen Veranstaltung – Smart Casual macht fast immer eine gute Figur.
Wer dagegen auf einer Einladung die Wörter „Black Tie“ liest, weiss sofort: Hier wird es glamourös. Das bedeutet für Männer, den Smoking aus dem Schrank zu holen, dazu gehört das klassische weisse Smokinghemd mit schwarzer Fliege. Frauen präsentieren sich in einem langen, eleganten Abendkleid oder einem raffinierten Cocktailkleid, begleitet von passenden Accessoires. Black Tie ist das klassische Outfit für Galas, hochwertige Empfänge und gesellschaftliche Events, bei denen Stil im Mittelpunkt steht.
„White Tie“ schliesslich markiert den Gipfel der formellen Dresscodes. Das ist nicht bloss schick – hier sprechen wir von grosser Oper. Männer erscheinen ausschliesslich im schwarzen Frack mit weisser Fliege und Weste. Frauen tragen ein bodenlanges Abendkleid, gerne kombiniert mit auffälligem Schmuck oder eleganten Abendhandschuhen. Dieser Dresscode findet sich vor allem bei Staatsbanketten oder exklusiven Bällen, wo Eleganz Pflicht ist und Lässigkeit draussen bleiben muss.
Wie Home Office und Online-Angebote den Umgang mit Dresscodes verändern
Noch vor wenigen Jahren galten steife Hemdkragen und unbequemes Schuhwerk im Joballtag als Selbstverständlichkeit. Doch seit immer mehr Menschen im Home Office arbeiten und die digitale Freizeitgestaltung zunimmt, hat die Gemütlichkeit gewonnen. Jogginghose, Hoodie und Leggings bestimmen heute vielerorts das Alltagsbild. Bequemlichkeit ist zum modischen Leitmotiv geworden – und kaum jemand möchte diesen neuen Komfort missen.
Man denke nur an einen Casino-Besuch. Hier gilt meistens noch ein strenger Dresscode und für Männer gibt es gar eine Krawattenpflicht. Im Internet gibt es diese Regeln nicht und das wissen auch die Spielbanken. Da man inzwischen hunderte lizenzierte Online-Anbieter bei Casino Groups findet, haben manche Casinos damit begonnen, ihre Kleidervorschriften zu lockern. Ob das jedoch die richtige Strategie ist, wird sich zeigen.
Doch ganz ausgedient haben die Dresscodes ohnehin nicht. Denn spätestens, wenn das nächste virtuelle Meeting oder Bewerbungsgespräch per Video ansteht, zählt plötzlich wieder ein gepflegter Auftritt. Niemand möchte schliesslich versehentlich den Eindruck erweben, er sei gerade erst aus dem Bett gestiegen.
Hinzu kommt der Trend, bei besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern bewusst auf Eleganz zu setzen. Der Wunsch, gelegentlich mal wieder richtig schick auszusehen, ist also keineswegs verschwunden, sondern erhält durch die Kontraste im Alltag sogar neuen Reiz.
Wie Persönlichkeit trotz Dresscode sichtbar werden können
Manche Modefreunde vermuten hinter Dresscodes starre Vorschriften, die jegliche Kreativität ersticken. Doch das Gegenteil ist der Fall: Dresscodes geben lediglich die Richtung vor, erlauben aber ausdrücklich persönliche Akzente.
Wer mag, setzt etwa mit einer auffälligen Armbanduhr, einem ausgefallenen Gürtel oder besonderen Schuhen Akzente. Auch bei Farben und Mustern dürfen individuelle Vorlieben gern zum Ausdruck kommen. Ob dezente Karos oder elegante Streifen – der eigene Stil muss keineswegs versteckt bleiben.
Doch Vorsicht: Individualität ist erlaubt, Extravaganz besser nicht. Wer zu bunt, zu wild oder zu auffällig daherkommt, riskiert, vom Anlass abzulenken. Eine dezente persönliche Note ist daher meist die bessere Wahl, um stilvoll, aber keinesfalls eintönig aufzutreten.
Zwischen Fauxpas und perfektem Auftritt: Typische Fehler beim Umsetzen von Dresscodes
Leider lauern beim Thema Dresscodes auch Stolperfallen. Die häufigste ist, den Dresscode schlichtweg falsch zu interpretieren. Das kann bedeuten, plötzlich als einziger Gast in Turnschuhen bei einem formellen Empfang aufzutauchen oder bei einer lockeren Veranstaltung versehentlich einen viel zu eleganten Eindruck zu machen. Insbesondere bei Black Tie wählen Frauen oft zu kurze oder nicht ausreichend elegante Kleider, während Männer gelegentlich zu leger auftauchen.
Solche Fauxpas entstehen häufig aus Unsicherheit oder schlicht aus Unkenntnis der Dresscode-Bezeichnungen. Hier gilt als Faustregel: Lieber ein bisschen zu elegant gekleidet als zu lässig. Wer unsicher ist, sollte sich vorher online einige Outfit-Beispiele ansehen – und ganz genau auf die Einladung achten. Eine sorgfältige Vorbereitung schützt zuverlässig vor modischen Fehltritten.
Fazit: Sind Dresscodes nur nervige Regeln oder eine praktische Orientierung?
Sind Dresscodes nun anstrengende Vorschriften oder hilfreiche Begleiter? Natürlich können die Regeln zunächst etwas mühsam wirken – tatsächlich aber bieten sie Sicherheit und Orientierung. Sie erleichtern die Entscheidung vor dem Kleiderschrank, sorgen für einen gelungenen Auftritt und machen letztlich sogar Spass.
Wer sich bewusst für den Anlass schick macht, erlebt nicht nur Abwechslung, sondern auch Freude an der Mode – trotz oder vielleicht gerade wegen des gemütlichen Alltags. Dresscodes werden deshalb auch künftig nicht aus der Modewelt verschwinden.